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Simitçi, simit!

Ich kenne kaum eine Stadt, in der an jeder Ecke so viele appetitliche Gerichte angeboten werden wie in Istanbul. Ein Spaziergang durch die Stadt ist oft wie ein Bummel über eine Schlemmermeile, man kann nicht widerstehen und muss irgendwann etwas essen.

Zum Beispiel Simit.  Das runde Kringelgebäck mit Sesam ist fast schon ein Grundnahrungsmittel. Der Preis ist überall in etwa der gleiche. Er ist, ähnlich wie der Brotpreis, ein „politischer“ Preis, ein Indikator für die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Ein Simit kostet zur Zeit 1 – 2 TL, das ist weniger als 1 Euro.

Simit-Stand

Simit kann man pur essen, mit Schafskäse und Oliven zum Tee oder zum Frühstück. Aber taze muss er sein, frisch und knusprig. Die Straßenverkäufer beteuern natürlich immer, dass ihre kunstvoll aufgestapelten Simit frischer nicht sein könnten. Ein prüfender Griff verrät dem Kenner aber schnell, wie großzügig der Simitçi den Begriff „frisch“ ausgelegt hat.

In den letzten Jahren haben auch viele Fast-Food-Lokale eröffnet, in denen man Simit mit Belägen aller Art essen kann: mit Frischkäse, Schafskäse, Tomaten oder Sucuk, der köstlichen, scharfen Knoblauchwurst. Ein Beispiel dafür ist die Franchise-Kette Simit Saray, deren erklärte Mission es ist, den Simit in der ganzen Welt bekannt zu machen. Bis nach Frankfurt hat es die Firma bereits geschafft, dort wurde im letzten Jahr die erste Filiale in Deutschland eröffnet.

Ein herrlich duftender Simit, frisch, knusprig, ganz pur, nur mit einem Glas Tee irgendwo am Bosporus. Lecker! Dafür lasse ich jeden Hamburger stehen.

tee-simit

Fotos: ©Katja Tongucer

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Veröffentlicht in Essen & Trinken Streetfood á la turka

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