Back to school

Das Ende der Sommerferien ist zugleich der Beginn des ganz normalen Alltagswahnsinns.
Auch in der Türkei.

Und in Istanbul erst recht.
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schulanfang Nach zweieinhalb Monaten heißt es heute wieder früh aufstehen und Schulbank drücken für türkische Schüler. Ein paar Privatschulen haben schon eine oder zwei Wochen früher begonnen, aber die Mehrheit der Schüler muss ab heute wieder ran. Mit tausenden von Minibussen werden die Kinder in die Schulen gekarrt, die allermeisten adrett gekleidet in Schuluniformen.

So kehrt der Alltag zurück in die Familien. Es herrscht Schulpflicht ab dem 6. Lebensjahr. Die öffentlichen Schulen in den Städten sind oft überbelegt, nicht selten lernen die Kinder mit 50 bis 60 weiteren Kinder in einer Klasse. An vielen Schulen wird im Schichtbetrieb gearbeitet, das heißt es gibt Morgenschüler, die am Vormittag die Schulbank drücken, und Nachmittagsschüler, die sich erst nach dem Mittagessen auf den Weg machen. Ein Albtraum für berufstätige Eltern. Nicht selten wird daher die Großmutter zur zentralen und wichtigsten Person.

Es ist also kein Wunder, dass Privatschulen einen wahren Boom erleben, zumal das Einkommen in der Türkei in den letzten Jahren auch erheblich gestiegen ist.

Heute ist es den Kindern vermutlich egal, ob staatlich oder privat. Der erste Schultag ist hier wie dort aufregend und das frühe Aufstehen fällt mit Sicherheit auch den Schülern an der teuersten Privatschule schwer.

Und schon geht es los. Von der Schule nebenan erklang gerade die türkische Nationalhymne, die Schüler erschienen zum wöchentlichen Appell im Hof und nun heißt es „Ade du schöne Ferienzeit, willkommen Schulalltag.“

Foto: – Annetta – via photopin cc
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